TrueCrypt Nachfolger

Vor etwa zwei Wochen schockierten die TrueCrypt-Entwickler ihre Anwender damit, dass sie keine Lust mehr haben, TrueCrypt weiterzuentwickeln. Das machten sie mit der Aussage WARNING: Using TrueCrypt is not secure as it may contain unfixed security issues. Nun, derzeit sind keine Sicherheitsrisiken bekannt, also kann man noch entspannt bleiben. Beängstigend war vielmehr der Hinweis, man möge doch eher auf BitLocker umsteigen, was Microsoft seit Windows 7 mitliefert.

Doch heute gab es Entwarnung, die deutsche IT-Sicherheitsfirma Sirrix plant, einen OpenSource-Nachfolger für TrueCrypt herauszubringen. Die Firma beschäftigt sich bereits seit drei Jahren mit TrueCrypt, führte einen Sicherheitsaudit durch und entwickelte eine ClosedSource-Enterprise-Lösung, die in Teilen auf TrueCrypt basiert. Ein Problem an TrueCrypt ist, dass der Source zwar einerseits offen ist, aber andererseits unter keiner echten OpenSource-Lizenz steht. Diese Problematik plant Sirrix zu beheben. Der Nachfolger soll dann übrigens auch für Linux verfügbar werden. Das sind doch gute und beruhigende Nachrichten. Damit lassen sich die verschlüsselten Container auch weiterhin plattformunabhängig nutzen.

Eine Reaktion zu “TrueCrypt Nachfolger”

  1. admin

    Als Alternative hat sich inzwischen VeraCrypt etabliert. Bereits 2012 entstand dieses Projekt als Fork von TrueCrypt. VeraCrypt kann die vorhandenen Container nutzen, bietet aber dank der aktiven Weiterentwicklung auch neue Optionen. Nach einem erst dieses Jahr durchgeführten Sicherheitsaudit offenbarten sich einige Schwachstellen. Inzwischen sind die kritischen Fehler aber behoben. Daher ist VeraCrypt für viele Anwendungsfälle ein würdiger Nachfolger und als solcher empfehlenswert.

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