Lookout Mobile Security auf der Suche nach Deinen Daten

Gestern gab es ein neues Update für Lookout Mobile Security. Seit dem verlangt die Software eine Anmeldung, um alle Kontaktdaten, Fotos und den Standort speichern zu können. Was auf den ersten Blick wie eine tolle Sicherheitsfunktion aussieht, schreckt auf den zweiten Blick ganz enorm ab. Hinter dieser Android-App steckt nämlich eine US-amerikanische Firma. Somit haben NSA und alle damit zusammenarbeitenden Ganoven bei Bedarf Vollzugriff auf Deine Daten.

Empfehlung meinerseits: Lookout deinstallieren, auf gar keinen Fall dort anmelden oder gar Daten ernsthaft synchronisieren. Wer eine Möglichkeit zum Wiederfinden seines Handies bei Verlust oder zum Remote-Löschen sucht, wird inzwischen auch an vielen anderen Stellen fündig.

Wer nur wenige Apps nutzt, die vertrauenswürdig sind, muss sich auch nicht allzu sehr vor Viren und Trojanern fürchten. Ohne Virenscanner gefährlich werden kann es vor allem dann schnell, wenn man unbedacht das Smartphone nutzt. Dazu gehören die Installation von bisher unbekannten Apps (wenige Downloads) oder Apps aus alternativen Stores sowie fleißiges surfen im Internet und das vielleicht sogar noch auf dubiosen Seiten.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte daher einen anderen Virenscanner installieren.

Eine Reaktion zu “Lookout Mobile Security auf der Suche nach Deinen Daten”

  1. admin

    In Anbetracht der Offenbarungen zur weltweiten Spionage und zum Angriff auf fremde Daten und Geräte vor allem seitens der amerikanischen Geheimdienste sollte man jegliche Datenhaltung außerhalb vertrauendswürdiger Standorte vermeiden, vor allem sollte man möglichst wenige Daten auf USA-Servern speichern. Allgemein bieten die heutigen Smartphones ein gewaltiges Potential zur Überwachung von Nutzeraktivitäten (welche Software, was wird im Internet gelesen, was bestellt, eMails), Position (Verhalten, regelmäßige Wege) und Kontakte. Daraus lassen sich gewaltige Profile erstellen, die sich natürlich auch für alles Mögliche und teils völlig undenkbare mißbrauchen lässt. Deswegen will natürlich heutzutage trotzdem wohl kaum jemand auf sein Smartphone und den damit verbundenen Luxus verzichten. Aber man sollte es mit Bedacht nutzen. Wenn mal wieder Google sämtliche Daten synchroniert hat, dann bei Google einloggen und die Daten dort löschen - in der Hoffnung, dass dies wirklich erfolgt. Google speichert nämlich auch ganz gerne Daten über das Löschen hinaus und damit sind die sicher nicht die Einzigen. Wer seine Daten vielleicht bei Apple oder Microsoft zu liegen hat, sollte dies genauso überdenken. Eine große Falle stellt auch Dropbox dar, ebenfalls ein US-amerikanisches Unternehmen. Kombiniert mit Truecrypt-verschlüsselten Ordnern ist es akzeptabel. Der automatische (und unglaublich praktische) Upload von Kamera-Bildern hat einen faden Beigeschmack. Denn warum wird man mit Speicher dafür belohnt, fleißig Bilder hochzuladen? Nun, ich will nicht drüber nachdenken, denn Dropbox nutze ich ehrlich gesagt auch schon eine ganze Weile …

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