12 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September

Kurz vorm 12. “Jubiläum” des wohl jedem bekannten terroristischen Angriffs auf das World Trade Center in New York finden sich einige frische Artikel auf der zu heise.de gehörenden Telepolis, die sich eingehend mit der Thematik beschäftigen. Im Vorfeld lief außerdem auch schon seit über 3 Monaten die Berichterstattung über die Spionageaktivitäten vor allem der NSA aber auch anderer Geheimdienste, die teilweise gegen diverse Rechtsgrundlagen verstoßen und nichts anderes als vorsätzliche Angriffe auf Bürger überall auf der Welt, auf Staaten, deren Politiker und überstaatliche Organisationen wie die UNO darstellen. In diesem Zusammenhang wurden von einem der heise-Autoren auch die Kennedy-Morde neu beleuchtet. Selbst wenn man nur einige der heutigen Informationen betrachtet, muss einem so manches in der jüngeren amerikanischen Geschichte bereits hochgradig suspekt vorgekommen. Irgendwie scheinen immer wieder amerikanische Geheimdienste in verschiedenste Verbrechen zumindest teilweise involviert gewesen zu sein. Auch Filme wie 9/11 von Micheal Moore offenbarten diverse Wiedersprüche und legten schon in einer frühen Diskussionsphase rund um 09/11 bereits Verstrickungen der Geheimdienste in die Anschläge nahe.
Betrachtet man aber das große ganze Bild mit weiteren Informationen, wie den frisch auf Telepolis präsentierten Artikel, fällt für so manchen sein bisheriges Weltbild wohl komplett zusammen. Die wahren Terroristen scheinen nämlich an für die meisten Menschen wohl recht unerwarteter Stelle zu sitzen. Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass viele der größten Verbrechen der letzten Jahrzehnte starke Verstrickungen und teils wohl sogar ihre Ursprünge bei (vorrangig amerikanischen) Geheimdiensten haben. Schon lange bekannt sind natürlich auch die wirtschaftlichen Verstrickungen mit Öl- und Rüstungskonzernen, die wie es scheint, ein großes mifiaähnliches Gebilde mit Teilen der Geheimdienste und einigen führenden Politikern und Lobbyisten darstellen. Von einer echten Demokratie ist man in den USA inzwischen auch noch viel viel weiter entfernt, als viele Staaten in Europa - gut erkennbar vor allem am aktuellen Dauerbrenner NSA-Affäre und den damit verbundenen Auflagen an amerikanische Unternehmen, die meist nicht einmal Anwälte zu ihrer Verteidigung einschalten dürfen, ohne sich nach US-amerikansichem “Recht” strafbar zu machen. Die letzten Wochen führten wieder sehr deutlich vor Augen, was man von jeglichen Aussagen der Geheimdienste und Politiker, die diese schützen, zu halten hat: nichts. Dies liegt allerdings schon im Aufgabenfeld der meisten Geheimdienste begründet: Sie sollen nicht nur Informationen beschaffen, sondern auch falsche Spuren legen, Desinformationen verbreiten und außerdem gehört der Selbstschutz und der von Mitwissern dazu. Somit gehört es zum Alltag, zu lügen. Wie aber soll man dann einer Aussage von Geheimdienstlern glauben? Genau, es ist schlicht nicht möglich. Außerdem sollte man sich vor Augen führen, dass nicht nur bei Geheimdiensten, sondern auch bei privaten Sicherheitsfirmen grundsätzlich jeder verdächtig ist, jeder ist ein potentieller Täter. Es wird ein wenig gefiltert und der Rest wenigstens stichprobenartig beobachtet - genau das tun Geheimdienste auch, nur im größeren Stil. Wie wir inzwischen jetzt wissen, werden einige Daten nahezu allumfassend und von so gut wie jedem gespeichert und zwischen verschiedenen Geheimdiensten fröhlich ausgetauscht. Mit den beschafften Informationen wiederrum lässt sich nicht nur vieles entsprechend überwachen und auswerten, es kann auch alles Mögliche an Verbrechen künstlich konstruiert werden. Allein aus vorhandenem Wissen über Personen, kann man diese mitunter zu konstruierten Tätern machen.

Eigentlich darf man sich keine zu großen Gedanken darüber machen, das belastet nur. Man sollte sich aber stets der Tragweite bewußt sein, die die derzeitige totale Überwachung mit sich bringt. Und wir sollten uns dessen bewußt sein, dass bestimmte politische Gruppierungen dies nicht nur dulden, sondern auch vorsätzlich bagatellisieren. Mag sein, dass dies dem aktuellen Wahlkampf geschuldet ist, dass unsere derzeitigen politischen Vorturner - allen voran die Kanzlerin und der Innenminister - das Thema möglichst ignorieren wollen, um sich damit nicht zu vieler Wählerstimmen zu berauben. Vielleicht ist es auch einfach Ignoranz oder gnadenlose Gutgläubigkeit gepaart mit Halbwissen. Es sind schließlich nur (ältere) Politiker mit wenig Verständnis für heutige Technologien …

Falls jetzt jemand argwöhnisch die Stirn runzelt und die Augenbrauen hebt, sei kurz darauf verwiesen, dass die Qullen, die mich zu diesem Artikel verleiteten, durchaus allgemein geschätzt werden. Aus diesem Grund möchte ich auch kurz ein paar Worte zu heise und vor allem der weltpolitischeren Tochter Telepolis beifügen. Frei von Wikipedia (gekürzt) zitiert, ergibt sich da folgender Sachverhalt: “Im Heise Zeitschriften Verlag erscheinen neben […] c’t, iX und Technology Review sowie das Online-Magazin Telepolis. Die Redaktionen von c’t, iX, Technology Review und Telepolis bestücken den Heise online, das zu den erfolgreichsten deutschsprachigen IT-News-Portalen zählt.” Direkt über Telepolis findet sich bei Wikipedia “Thematisiert werden seit Anfang 1996 Netzpolitik, Netzkultur, Wissenschaft, Politik, Technik, Medien, Kulturkritik und digitale Kunst.” Zum 2002 verliehenen Grimme-Award findet sich dort auch ein Zitat der Jury “Unbestechlich, unabhängig von den großen Verlagshäusern und deren kommerziellen Interessen, fachmännisch und auf hohem Niveau werden hier wichtige Themen schon diskutiert, wenn sie für die meisten Webangebote noch nicht einmal in der Themen-Planung sind. Ob Lauschangriffe der Geheimdienste, topologische Effekte der Quantenmechanik, eine Übersicht über die Verschwörungstheorien zum Anschlag auf das WorldTradeCenter oder die neuesten Vorstöße aus der Brüsseler Kommission zu Copyright oder Cookies: schwierige, wichtige, kontroverse Themen aus Wissenschaft, Technik, Politik, Kunst sind das alltägliche Brot des Angebots aus dem Heise-Verlag […]”.

Dies sollte auch dem skeptischen Leser zeigen, dass Qualität dahinter steckt, bei dem was auf Telepolis veröffentlicht wird. Die Redakteure selbst untermauern dies stets mit zahlreichen Links in ihren Texten, wenngleich auch da durchaus der ein oder andere Fehler drin stecken könnte. Möge sich jeder seine eigene Meinung darüber bilden - nach der Lektüre verschiedener Darstellungen und Meinungen.

Die angesprochenen Artikel suche ich demnächst zusammen, mir fehlt jetzt leider die Zeit - bis dahin empfehle ich die Suchfunktion bei Telepolis …

Eine Reaktion zu “12 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September”

  1. admin

    Hier nun einige der interessanten Artikel auf Telepolis, die die erwähnten Verstrickungen zwischen Geheimdienten und unschönen geschichtlichen Ergeignissen nahelegen:

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