Samsung stellt Geschwister zum Galaxy S4 vor

Letzte Woche stellte Samsung das Galaxy S4 Active vor, ein auf Outdoor getrimmtes Highend-Smartphone. Technisch sehr ähnlich ausgestattet wie das normale S4, aber bedingt durch die Wasserdichtheit natürlich etwas stabiler, minimal größer und schwerer. Abstriche muss man auch bei der Kamera machen und das nunmehr wasserdichte Gehäuse klingt auch anders. Als Display wird statt AMOLED im Outdoor-Handy ein LCD mit gleicher Full-HD-Auslösung verwendet.

Nun wurde die “Samsung-Kamera mit angebautem Smartphone” - alias Zoom - in in der neuen Version vorstellt und trägt nunmehr den Namen Galaxy Zoom S4. Die Kamera beeindruckt wieder mit interessanten Eckdaten wie 16MPixeln und 10-fach optischem Zoom. Samsung spielt die alten Kamerahersteller also mit noch einem weiteren Modell an die Wand. Das integrierte Handy ist für die meisten Zwecke völlig ausreichend, hat aber nicht im entferntesten etwas mit der Leistung des S4 gemeinsam. Die Strategie der Modellbezeichnungen von Samsung wurde in der letzten Zeit schon mehrfach bemängelt, hier wird es wegen der technisch völlig anderen Eigenschaften aber wirklich merkwürdig. Die Kamera bietet gegenüber der ersten Variante (Galaxy Zoom mit immerhin 21-fach optischem Zoom) aber immerhin auch eine vollwertige Telefoniefunktion und nicht nur Internetanbindung.

Hier noch ein kurzer Überblick über wichtige Eckdaten im Vergleich:

\ Galaxy S4 Galaxy S4 Active Galaxy S4 Zoom
CPU 1,9GHz Quad-Core Arm 1,9GHz Quad-Core Arm 1,5GHz Dual-Core Arm
RAM 2 GB 2 GB 1,5GB
Flash 16/32/64GB 16GB 8GB
Display 5 Zoll, 1.920 x 1.080 Pixel, sAMOLED 5 Zoll, 1.920 x 1.080 Pixel, LCD 4,3 Zoll, 960×540 Pixel, sAMOLED
Kamera Front/Rückseite 13MP/2MP 8MP/2MP 16MP mit 10-fach opt. Zoom / 1,9MP
Abmessungen 136,6 x 69,8 x 7,9 mm 139,7 x 71,3 x 9,1 mm 125,5 x 63,4 x 15,4 mm
Gewicht 130 Gramm 151 Gramm 208 Gramm
Akku 2600 mAh 2600 mAh 2330 mAh

Alle drei Modelle bieten außerdem folgende Eigenschaften:

  • Flash erweiterbar mit µSD-Karte um bis zu 64GB
  • Akku wechselbar
  • Android 4.2.2

Gerade die Erweiterbarkeit mit µSD-Karten und der austauschbare Akku sind im Vergleich zur Konkurrenz ein unschlagbarer Vorteil. Die “Apfelbude” wollte noch nie, dass der Anwender selbst etwas (günstig) wechseln kann, auch HTC bietet bei der One-Serie keine solchen Optionen mehr und die Google-Nexus-Geräte unterstützen grundsätzlich keine Speicher-Erweiterungen und auch keinen leicht wechselbaren Akku. Klar, bei einem Gehäuse aus einem Stück (gefrästes Alu-Gehäuse) macht sich das auch schwierig, sollte aber nicht unmöglich sein. Für all die vielen Geräte im Plastikgehäuse hingegen muss einfach beides vorhanden sein drin sein. Das Ergebnis beim Fehlen der Option des Akku-Wechselns ist sonst ein garantiertes Verfallsdatum. Meist ist der Akku aber irgendwie doch wechselbar, mit geeignetem Werkzeug und etwas Fingerspitzengefühl - nur eben nicht für jedermann und auch nicht für Vielnutzer, die regelmäßig mit leerem Akku herumlaufen und schon allein aus diesem Grund auf den Zweitakku bestehen.

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