c’t Hardware Hacks

Es gibt etwas Neues aus dem Heise-Verlag: Ein Elektronik-Magazin erweitert das Angebot der Sonderhefte. Unter dem Namen c’t Hardware Hacks, Kreativ basteln mit Technik findet sich seit ein paar Tagen eine äußerst interessante einmalige (oder 1x jährliche Konkurrenz?) zur Elektor im Zeitschriftenhandel. Das Heft ist mit 156 Seiten auf jeden Fall wesentlich umfangreicher als die Elektor und auch inhaltlich wesentlich besser gestaltet. Zwar sind auch hier wohl kaum alle Inhalte für jedermann von Interesse, lesenswert ist aber dennoch alles und sei es nur um zu schauen, was so alles möglich ist oder was andere in ihren Bastelecken zaubern.

Doch genug der Vorrede, hier ein kurzer Überblick über einige der interessanten Inhalte:

  • Target 3001! light 15.5.x c’t special Vollversion - ist ein auf der DVD zum Heft enthaltenes Leiterplatten-Layout-Programm mit zahlreichen Features, die man bei Eagle allenfalls durch zusätzliche Tools bekommt. Schaltungssimulation, EMV-Tests, Reverse Engineering, 3D-Modelle und Frontplattenentwurf sind einige der interessantesten zusätzlichen Features und vor allem kann man von Eagle Projekte und Bibliotheken konvertieren, die Projekte sogar andersherum. Allerdings habe ich die special-light-Version noch nicht getestet, kann also noch nichts dazu sagen, was diese Version mehr kann, als die normale kostenlose Variante.
  • Hackerspaces und Fablabs - davon gibt es inzwischen massig, wer so ein gemeinschaftliches Hobbylabor in der Nähe hat, sollte sich das mal ansehen
  • Bratpfannenlöten - ein Klassiker, wobei ich ein professionelles Gerät doch stark bevorzuge.
  • Arduino - auch dazu sind einige Anregungen mit kompletter Bauanleitung + Sourcecode enthalten.
  • .NET Gadgeteer - keine Ahnung, warum sich manche Leute Mikrocontroller mit “Microsoft-Schmutz” antuen, der auch noch wesentlich teurer ist, als gescheite Lösungen. Aber auch dafür muss es offensichtlich Anwender geben und der im Heft vorgestellte Mini-Spielautomat hat einen echten coolness-Faktor. ich würde das Ding halt eher mit normaler Hard-/Software bauen, aber jedem das seine.
  • Elektrische Zahnbürste - nein dieses einseitige Thema ist kein Selbstbauanleitung sondern eine “Missbrauchsanleitung”. Auf die simpelsten Dinge muss man manchmal erst gestoßen werden, so auch hier der Tipp, eine solche Zahnbürste schlicht zum superbilligen Reinigen oder Polieren von Technik zu verwenden und das auch an schwer zugänglichen Stellen.
  • 3D-Druck - dazu findet sich richtig viel - Artikel mit Anleitungen und Software sowie Modelle auf der beiliegenden DVD. Selbst wer selbst nichts in der Richtung herstellen (lassen) möchte, sollte sich das ansehen, es ist wirklich informativ.
  • Das Heft ist seine 8,90€ auf jeden Fall wert.

Einen Kommentar schreiben