Sudoku-Varianten (Sudoku-Solver Teil 2)

Eine einfache und an die ursprünglichen magischen Quadrate angelehnte Regelerweiterung verlangt, dass auch in den Diagonalen jede der Ziffern nur ein Mal vorkommen darf. Diese Variante nennt sich X-Sudoku.
Es gibt Varianten, in denen die Zahlen lediglich durch Buchstaben oder Farben ersetzt werden, sonst aber identisch zum Sudoku sind. Eine Comparison Sudoku genannte Variante gibt keine Ziffern vor, setzt dafür aber zwischen allen Feldern innerhalb der Blöcke Vergleichsoperatoren (<,>), die auch entsprechend als Ergänzung des Regelwerks zu verstehen sind. Eine gewisse Verbreitung haben auch verschachtelte Sudokus, bei denen sich mehrere Sudokus überlappen und somit bestimmte Bereiche (meist komplette Blöcke) in einzeln zu betrachtenden Sudokus ergänzen und als Folge aus einem Teilrätsel Lösungen in einen anderen Teil übergehen. Ein X-förmiges Gebilde aus einem zentralen Sudoku mit vier jeweils die Eckblöcke überlappenden weiteren Sudokus nennt man Samurai Sudoku.
Noch komplexer wird es, wenn man auch die Kantenlängen ändert. Für Einsteiger oder Kinder gedacht sind die Verkleinerungen der Kantenlänge mit entsprechender Einschränkung des Ziffernvorrats. Wesentlich schwieriger und unübersichtlicher hingegen ist eine Verbreiterung der Kantenlängen. Um den ursprünglichen Sudoku-Regeln gehorchen zu können, wird hierbei meist ebenfalls auf quadratische Konstruktionen gesetzt. Eine Erweiterung auf 4×4 (also 16 Zeichen pro Zeile/Spalte/Block) wird teils als Fudschijama oder von der Elektronikzeitschrift Elektor auch Hexadoku genannt. Für die 16 notwendigen Zeichen kann man z.B. Buchstaben oder, wie im Falle der Elektor-Rätsel, Hexadezimalzahlen (0-9, A-F) verwenden. Erweitert man die Matrix noch weiter, so kann man im Falle von 5×5 noch mit den Buchstaben von A-Y auskommen, bei 6×6 reichen gerade noch unsere 10 Ziffern zzgl. der 26 Buchstaben. Ab 7×7 führt schließlich kein Weg mehr an einer Doppelziffer vorbei. Letztere Rätsel dürften aber wohl eher hypothetischen Charakter haben, da kaum jemand bereit sein dürfte, die 1296 Felder (6×6) oder gar 2401 Felder (7×7) sinnvoll zu füllen und dabei alle jeweiligen Kandidaten für offene Felder zu überblicken bzw. auf Schmierzetteln zu notieren.

Seit einigen Jahren werden Sudoku-Weltmeisterschaften ausgetragen. Wenn man sich danach in den Suchmaschinen umschaut, findet man auch die zugehörigen WM-Rätsel und kann dabei eine Fülle weiterer Sudoku-Variationen entdecken, die teils auch in entsprechenden Rätselzeitschriften Einzug gefunden haben. Hierbei sind vor allem Versionen nennenswert, die die Blockstruktur ändern oder gar das gesamte Rätsel aus seinen quadratischen Grenzen reißen.

Weitere Infos zu Varianten und Lösungsstrategien findet man bei Wikipedia, wobei auch ein Blick in fremdsprachige Artikel zum Thema zusätzliche Informationen liefert. Interessant ist dabei, dass die Rätsel und Strategien mitunter völlig andere Bezeichnungen haben. Aber auch ein Blick in Google mit dem Suchbegriff “Sudoku” offenbart derzeit 41 Mio Treffer – da sollte klar sein, dass nicht alles einheitlich sein kann.

Eine Reaktion zu “Sudoku-Varianten (Sudoku-Solver Teil 2)”

  1. admin

    Zugehörige Artikel:
    Was ist ein Sudoku? - Teil 1
    Sudoku-Varianten - Teil 2
    Sudoku-Strategien - Teil 3
    Sudoku-Löser-Programmierung - Teil 4
    Welche Routinen benötigt man für einen Sudoku-Solver? - Teil 5

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