Samsung-April-Ankündigung: kleine Datenspeicher, große Kapazität

Der Elektronikriese Samsung hat angekündigt, ab Mai einen neuen Meilenstein in der Serienproduktion von 2,5-Zoll-Festplatten zu überschreiten. Die 2,5-Zoll-Festplatten der neuen Modellreihe sollen bis zu 200 Gigabyte Daten fassen können. Der offizielle Name dieser neuen mit 7200 Umdrehungen pro Minute drehenden Speicherriesen mit SATA-Schnittstelle ist SpinPoint MP1. Die SpinPoint MP1 wird es wahlweise mit einem Cache von 8 oder 16 Megabyte geben. Weiterhin ist vorgesehen, einige Modelle mit einem Freifall-Sensor auszustatten, der bei einem Sturz sofort den Schreib-/Lesekopf von der Festplatte entfernt und somit Datenverluste in solchen Fällen zumindest teilweise verhindern kann.
Um die hohen Speicherkapazitäten der Modellreihe SpinPoint MP1 zu erreichen, wird eine neue Technik Samsungs namens Perpendicular Magnetic Recording (PMR) eingesetzt.

Laut Samsung sind diese 2,5-Zoll-Festplatten vor allem für den Einsatz in Unternehmen gedacht, wobei sich da wohl nicht nur Administratoren fragen werden, worum man ausgerechnet diese Festplatten verwenden sollte. Sowohl in Bürorechnern, als auch in Servern werden üblicher Weise die vom Preis-Leistungs-Verhältnis her weitaus günstigeren 3,5-Zoll-Festplatten verwendet und ein Unternehmenslaptop sollte in der Regel auch mit weniger Speicher auskommen können. Hingegen dürften Größenordnugnen von 200 GB in Laptops von Privatanwendern ein weiterer Schritt in die Richtung sein, den heimischen Desktop- und Tower-PCs mit großer Speicherkapazität ordentlich Konkurrenz zu machen.

Eine weitere Neuigkeit aus dem Hause Samsung ist die Ankündigung, zum Weihnachtsgeschäft den Player BD-UP5000 auf dem Markt zu haben, der sowohl Blu-ray-Discs als auch HD DVDs abspielen kann. Dieser Player soll neben BD Java (interaktive Blu-ray-Disc-Inhalte) auch HDi, eine Alternativentwicklung zu HD DVD, unterstützen. Der im Player-/Brennermarkt stark mit Samsung kunkurrierende Konzern LG wird zwar schon ab dem 2. Quartal 2007 einen Player für beide Formate anbieten, jedoch ohne HDi-Unterstützung.
Wie schon bei den Formaten DVD-R und DVD+R, so zeichnet sich auch bei der DVD-Nachfolge bereits deutlich ab, dass die Hardwarehersteller beide zukünftigen Formate unterstützen werden. Der Hintergrund ist auch hier, dass hinter beiden Alternativen mehrere sehr große und finanzstarke Konzerne stehen, die große Summen in Forschung und nunmehr auch Vermarktung investieren. Immerhin wird der Anwender dadurch nicht vor die Qual der Wahl gestellt, sondern kann beides nutzen.

Eine Reaktion zu “Samsung-April-Ankündigung: kleine Datenspeicher, große Kapazität”

  1. admin

    Samsung macht auch im Bereich großer Displays immer wieder Schlagzeilen. Durch den relativ geringen Platzbedarf der heutigen Flachbildschirme bedingt, geht der Trend langsam aber sicher zu größeren Auflösungen und Bildschirmdiagonalen. Zwar nutzen immer noch über 50% der Anwender Auflösungen zwischen 1024×768 und 1280×1024 Pixeln, aber über 40% fahren bereits größere Bildschirmauflösungen. Dies ist nicht nur für Programmierer und Grafiker interessant, sondern zunehmend auch für normale Windows-Anwender. Schließlich wollen all die vielen Animationen, zusätzlichen Menübalken (z.B. die Sidebar von Windows Vista) auch angezeigt werden, ohne dabei die Anwendungen halb zu überblenden. Daher lautet die neueste Empfehlung Samsungs 24-Zoll-Widescreen-Display.

    Ich persönlich bevorzuge zwar die normalen Bildschirmproportionen, kann dem Wunsch nach mehr Bildpunkten aber nur Beipflichten. Wer ein mal mit einer Auflösung von 1600×1200 Pixeln gearbeitet hat, fühlt sich an kleineren Bildschirmen nicht mehr so recht wohl ;) Vor etwa einem Jahr hatte ich mir daher den zu dem Zeitpunkt vom Preis-Leistungs-Verhältnis her besten LCD-Bildschirm am Markt geholt - einen Samsung SyncMaster 204B. Die Technik geht weiter, die Preise sinken und so kann ich jedem nur dazu raten, bei einem Neukauf ein Modell ab 22 Zoll in Erwägung zu ziehen ;)

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